Champions League

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"Die Weltmeisterschaft ist wirklich ein internationales Tunier."

John Motson (BBC Kommentator)
Die Spiele Im Übersicht 
21.02. 20:45 Real Madrid FC Arsenal London 0:1 (0:0)
08.03. 20:45 FC Arsenal London Real Madrid -:- (-:-)
21.02. 20:45 Bayern München AC Mailand 1:1 (1:0)
08.03. 20:45 AC Mailand Bayern München -:- (-:-)
21.02. 20:45 PSV Eindhoven Olympique Lyon 0:1 (0:0)
08.03. 20:45 Olympique Lyon PSV Eindhoven -:- (-:-)
21.02. 20:45 Benfica Lissabon FC Liverpool 1:0 (0:0)
08.03. 20:45 FC Liverpool Benfica Lissabon -:- (-:-)
22.02. 20:45 FC Chelsea London FC Barcelona 1:2 (0:0)
07.03. 20:45 FC Barcelona FC Chelsea London -:- (-:-)
22.02. 20:45 SV Werder Bremen Juventus Turin 3:2 (1:0)
07.03. 20:45 Juventus Turin SV Werder Bremen -:- (-:-)
22.02. 20:45 Ajax Amsterdam Inter Mailand 2:2 (2:0)
14.03. 20:45 Inter Mailand Ajax Amsterdam -:- (-:-)
22.02. 20:45 Glasgow Rangers FC Villarreal 2:2 (1:2)
07.03. 20:45 FC Villarreal Glasgow Rangers -:- (-:-)
 
Chelsea unterliegt Barcelona in Unterzahl 
Chelsea unterliegt Barcelona in Unterzahl


Schiri Hauge (l.) schickt Chelseas Del Horno zum Duschen



München - Der Traum vom erstmaligen Gewinn der Champions League droht für den zweimaligen englischen Fußball-Meister FC Chelsea bereits im Achtelfinale zu enden.

Der souveräne Tabellenführer der Premier League unterlag dem spanischen Champion FC Barcelona 1:2 (0:0) und hat damit eine schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen.

Zweimal 2:2

Inter Mailand kam unterdessen beim 2:2 (0:2) beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam nach einer Leistungssteigerung nach der Pause mit einem blauen Auge davon.

Glasgow Rangers und der FC Villarreal trennten sich ebenfalls 2:2 (1:2).

Zwei Eigentore in London

An der Stamford Bridge in London entwickelte sich eine packende Partie. Chelsea war durch ein Eigentor des gebürtigen Brasilianers Thiago Motta, der in der 59. Minute einen Freistoß von Frank Lampard ins eigene Netz lenkte, in Führung gegangen.

Chelsea-Kapitän John Terry fälschte dann in der 71. Minute einen Freistoß von Barcelonas Superstar Ronaldinho unhaltbar für seinen eigenen Torwart Petr Cech zum Ausgleich ab, bevor der Kameruner Samuel Eto`o (80.) den Siegtreffer der Gäste erzielte.

Del Horno sieht Rot

Das Team des portugiesischen Trainers Jose Mourinho, das im vergangenen Wettbewerb den 17-maligen spanischen Meister in zwei spannenden Achtelfinal-Spielen ausgeschaltet hatte, musste bereits ab der 37. Minute in Unterzahl agieren.

Nach einem brutalen Foul von Chelsea-Verteidiger Asier del Horno gegen den argentinischen Nationalspieler Lionel Messi zückte der norwegische Referee Terje Hauge die Rote Karte gegen den spanischen Internationalen.

Doch trotz numerischer Überlegenheit konnte sich die vom Niederländer Frank Rijkaard betreuten Gäste lange Zeit kaum Torchancen gegen Chelsea erarbeiten, wo der deutsche Nationalspieler Robert Huth den Anpfiff einmal mehr von der Bank aus verfolgte.

Rangers gleichen zweimal aus

Dasselbe galt auch für den früheren deutschen Junioren-Nationalspieler Stefan Klos, der das Remis seiner Glasgow Rangers gegen den FC Villareal ebenfalls als Ersatzspieler erlebte. Der schottische Rekordmeister geriet bereits in der 8. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter durch den argentinischen Nationalspieler Juan Riquelme ins Hintertreffen.

Nach dem Ausgleich durch den Dänen Peter Lovenkrands (22.) brachte Diego Forlan (35.) die Gäste erneut in Front, bevor Juan Manuel Pena in der 82. Minute ein Eigentor zum Ausgleich unterlief.

Der chilenische Villareal-Tainer Manuel Pellegrini konnte das Match unterdessen nicht live im Stadion verfolgen, da er in einem Glasgower Krankenhaus seiner Ehefrau zur Seite stand, die sich kurzfristig in die Klinik begeben musste und angeblich sogar in Lebensgefahr schwebte.

Verschiedene Halbzeiten in Amsterdam

Bundesliga-Referee Wolfgang Stark aus Erdolging leitete die Begegnung zwischen Ajax Amsterdam und dem 13-maligen italienischen Champion Inter Mailand, der als klarer Favorit in die Partie gegangen war.

Die Gastgeber, in der Ehrendivision nur auf dem vierten Rang, führten aber bereits nach 20 Minuten durch Treffer von Klaas-Jan Huntelaar (16.) und des Argentiniers Mauro Rosales (20.) mit 2:0.

Der italienische Supercup-Sieger, bei dem der verletzte argentinischen Nationalspieler Juan Sebastian Veron fehlte, konnte sich zunächst nicht von diesem Schock erholen. Kurz nach der Pause konnte dann der Serbe Dejan Stankovic (48.) für Inter verkürzen, Julio Ricardo Cruz (86.) gelang noch der Ausgleich 
(Neu) Die Geburt des Europapokals  
Die Geburt des Europapokals



Mit dem Hanot-Artikel in der "Equipe" fing alles an



Berlin - Viele werden sich erinnern. Vor der Geburt des imposanten Namens "Champions League" nannte sich der Wettbewerb schlicht Europapokal der Landesmeister. Große Namen, dramatische Partien, Skandale und Tragödien: Ob Champions League oder Europapokal der Landesmeister - seit 1955 zieht der Wettbewerb Millionen von Fußballfans aus aller Welt in seinen Bann.

Im allgemeinen gilt der französische Journalist Gabriel Hanot als Vater des Europapokals. Englische Zeitungen berichteten damals großspurig über die Dominanz der britischen Teams. Als zum Beispiel im Herbst 1954 die Wolverhampton Wanderers gegen Spartak Moskau 4:0 und gegen Honved Budapest 3:2 gewonnen hatten, titelten die Gazzetten: "Wolves Weltmeister!"

Doch waren die Wanderers damals wirklich die beste Mannschaft Europas? Am 16. Dezember 1954 veröffentlichte Hanot einen revolutionären Vorschlag in der französischen Sportzeitung "L`Equipe": Alle Landesmeister sollten mit Hin- und Rückspielen in einem K.o.-System den Europameister der Vereinsmannschaften ermitteln. Am 1. März 1955 stimmte die UEFA zu, kurze Zeit später gab auch die FIFA grünes Licht. Der Europapokal der Landesmeister war geboren.

Das erste Mal

16 Klubs starten am 15. September 1955 in das Abenteuer. Gwardia Warschau, Rapid Wien, Anderlecht Brüssel, Kopenhagen BK, Hibernian Edinburgh, Real Madrid, Stade Reims, Holland Sport, Honved Budapest, AC Mailand, Sporting Lissabon, Servette Genf, Partizan Belgrad, Djurgården, Rot-Weiß Essen als Deutscher Meister und der 1.FC Saarbrücken für das damals noch unabhängige Saarland.

Besonders in Spanien und Italien boomte schon damals der Profifußball. Kein Wunder also, dass die Halbprofis aus Essen und Saarbrücken in diesem Teilnehmerfeld nichts zu bestellen hatten. In der ersten Runde verabschiedet sich RWE mit einem 0:4 und 1:1 gegen die Hibs aus Edinburgh. Saarbrücken schied nach großem Kampf gegen Milan aus: 4:3 gewannen die Saarländer sensationell in Mailand. Im Rückspiel setzte es jedoch eine standesgemäße 1:4-Niederlage.

Real Madrid dominiert

Doch das erste Landesmeisterturnier wurde von einem Team bestimmt: Real Madrid. Im Finale trafen die "Königlichen" auf Frankreichs Stolz Stade de Reims. Nach zehn Minuten rieben sich die Zuschauer in Paris verwundert die Augen: Reims liegt durch Treffer von Leblond und Templin 2:0 in Führung.

Doch dann schlägt die Stunde des legendären Alfredo di Stefano, der auf 1:2 verkürzte. Real glich aus, ehe Hidalgo den Außenseiter wiederum in Führung brachte. Real profitierte vom genialen Lenker di Stefano, der das 3:3 und 4:3 durch Rial und Joseito vorbereitete. Der erste Gewinner des Europapokals der Landesmeister heißt Real Madrid. Und es sollte in den folgenden Jahren nicht der letzte Triumph bleiben.
 
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